Übertritt

Denken Sie an einen Übertritt zur evangelischen Kirche nach?

Das freut uns natürlich! Wir bemühen uns um gute Kontakte zu den Geschwistern anderer Kirchen und jagen Ihnen keine Mitglieder ab, aber wir freuen uns, wenn jemand bei uns etwas findet, das zu ihm oder ihr passt. Für Ihren Pfarrer ist es deshalb eine Freude, einen Termin mit ihm zu vereinbaren, in dem auch über Ihre Gründe gesprochen werden soll. Denn dass das ein ernster Schritt ist, wissen Sie ja selbst, und so sollte er auch von allen behandelt werden. Die rein technisch-bürokratische Seite ist schnell erklärt:

  1. Sie müssen sich zum Standesamt begeben und offiziell aus ihrer bisherigen christlichen Konfession austreten.

    Dazu benötigen Sie:

    • Ihren Personalausweis

    • Eine Taufurkunde (vermutlich im Stammbuch Ihrer Eltern)

    • Ihr eigenes Stammbuch

    • ca. 30 €



    Bitte machen Sie diesen Schritt erst nach dem Gespräch.

  2. Der eigentliche Übertritt kann auf zwei Weisen geschehen:

    • öffentlich im Gottesdienst:
      Sie suchen zusammen mit dem Pfarrer einen passenden Termin am Sonntagmorgen, kommen an diesem Tag, gern auch mit Familienangehörigen oder Freunden, in den Gottesdienst. Der Pfarrer ruft Sie nach vorne, fragt Sie eine Frage, auf die Sie mit "ja" antworten. Daraufhin nimmt der Pfarrer sie offiziell in die evangelische Kirche auf, betet für Sie, segnet Sie und gratuliert Ihnen. Dies tun auch einige Mitglieder des Presbyteriums. Schön ist es auch, wenn Sie danach das Abendmahl einnehmen, denn: In den Geschichtsbüchern findet oft den Satz "am 3.12.1580 ergriff der Kurfürst den Kelch". Dies ist eine Umschreibung für den Übertritt zum Protestantismus und darum auch heute noch sehr angemessen (die Forderungen, auch den Nichtpriestern den Kelch zu reichen, war eines der Hauptanliegen der Reformation!)

    • in aller Stille:
      Viele Menschen scheuen sich davor, in der Öffentlichkeit so einen Schritt zu vollziehen. Für sie wurde die Möglichkeit geschaffen, außerhalb des Gottesdienstes, etwa im Amtszimmer des Pfarrers oder zu Hause, überzutreten. Auch in dieser Feier wird der Pfarrer aber die offizielle Frage stellen, mit Ihnen beten und sie segnen. Auch in diesem Falle ist es schön, wenn sie am darauffolgenden Gottesdienst am Abendmahl teilnehmen.

      Zwischen diesen beiden Form besteht grundsätzlich Wahlfreiheit.

      Allerdings geben wir zu bedenken, dass sie zum evangelischen Bekenntnis übertreten. Und ein Bekenntnis ist eigentlich ein Akt vor Gott und den Menschen!

  3. die Meldung Ihres Eintritts in die evangelische Kirche wird dann von uns ans Einwohnermeldeamt weiter geleitet. Von dort geht auch eine Meldung ans Finanzamt usw. Dies kann allerdings einige Zeit dauern, wundern Sie sich also nicht, wenn die Kirchensteuer erst einige Zeit später erhogen wird.

  4. Jetzt geht´s los! Unsere Gemeinde begrüßt Sie und hat einen Ort für Sie! Ganz ehrlich: Dass Sie zu einer evangelischen Karteileiche werden, daran hat keiner Interesse!

Weitere Fragen, Wünsche? Gern!

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